Neuerungen in der Personaldienstleistung

Beim Jahresabschlussseminar 2017 des AÜG-Netzwerks, dem Premiumnetzwerk in der Personaldienstleistung, erfuhren die Teilnehmer im Dezember alles zur aktuellen AÜG-Reform und weiteren Neuerungen in der Personaldienstleistung

Rund 230 Kolleginnen und Kollegen verschiedener Personaldienstleister aus dem AÜG-Netzwerk versammelten sich im Hangar 21 im münsterländischen Detmold im Dezember 2017. Hauptthemen des Seminars waren die neuen Gesetze in der Arbeitnehmerüberlassung und wichtige Entwicklungen im Datenschutz.

Ab sofort müssen Personaldienstleister und ihre Kundenunternehmen beachten, dass ein externer Mitarbeiter maximal 18 Monate in der Arbeitnehmerüberlassung tätig sein darf. Nach neun Monaten einer Beschäftigung beim Kundenunternehmen gilt außerdem die Equal-Pay-Regelung. So erhält ein Leiharbeitnehmer zwingend das, was sein Kollege im selben Unternehmen auf gleicher Ebene in Festanstellung verdient. Für Carolin Kolk von der AENEAS Group ändert sich wenig: „Wir sprechen mit unseren Bewerbern immer im Vorfeld darüber, welches Gehalt sie sich wünschen und versuchen genau das für sie zu realisieren. Dabei richten wir uns immer bestmöglich nach den Gehältern bei unseren Kundenunternehmen“, so die Seniorberaterin, die bereits seit vielen Jahren eng mit Fach- und Führungskräften sowie mit Unternehmen aus ganz Berlin zusammenarbeitet.

Auch das Thema Datenschutz wurde beim Abschlussseminar diskutiert. Hier müssen ab 2018 Unternehmen und Personaldienstleister gründlich und zuverlässig arbeiten. Informationen zu Bewerbern dürfen nicht ohne die entsprechende Zustimmung gespeichert werden. Ob ein Unternehmen alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt, prüft ein unabhängiger Datenschutzbeauftragter. „Darauf sind wir vorbereitet“, erklärt Kolk. „Jeder Kandidat wird über das Datenschutzgesetz informiert, sobald er sich bei uns bewirbt. Da wir schon immer mit streng vertraulichen und sensiblen Daten umgehen, schauen wir ganz genau auf die neuen Regelungen und passen schon jetzt Schritt für Schritt unsere Prozesse an.“

Am Abend konnten die Seminarteilnehmer die neuen Informationen bei der „After Cruise Party“ mit den Netzwerkkollegen diskutieren. In ausgelassener Stimmung und musikalischem Rahmenprogramm wurde der Netzwerkgedanke verfolgt, Wissen und Erfahrungen ausgetauscht.